Nach seinem sensationellen Erfolg als Alberich an der Wiener Staatsoper, als Jochanaan und jetzt auch als Wotan in "Walküre" wird Tomasz Konieczny in den nächsten Jahren an diesem Haus nicht nur im "Ring" zu erleben sein, sondern auch Mandryka, Jack Rance in "La Fanciulla del West", Amfortas und Kurwenal singen.
Neben seinem Festengagement an der Deutschen Oper am Rhein gastiert er in den nächsten Jahren u.a. an der Bayerischen Staatsoper München und Opéra National de Paris.
Geboren wurde Tomasz Konieczny 1972 in Lodz/Polen und studierte an der dortigen Filmakademie zunächst Schauspiel. Er wirkte als Schauspieler im Theater und war an verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen beteiligt. Sein Gesangsstudium begann er an der Fryderyk-Chopin-Akademie in Warschau und setzte es an der Hochschule für Musik in Dresden in der Klasse von Prof. Christian Elsner fort. Er war Preisträger beim 33. Internationalen Dvorak-Gesangswettbewerb 1998 in Karlsbad.
Sein Debüt als Sänger gab er 1997 an der Oper Posen/Polen mit Figaro in "Le nozze di Figaro". Verschiedene Engagements führten Konieczny u.a. nach Leipzig, St. Gallen, Chemnitz und Mannheim, wo er 2002 festes Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim wurde.
In Mannheim sang er u.a. Orest in "Elektra", Pimen in "Boris Godunow", König Marke in "Tristan und Isolde", Amfortas in "Parsifal", Wotan in "Das Rheingold" und "Die Walküre", Pizarro in "Fidelio" und Jochanaan in "Salome", Sarastro in "Die Zauberflöte" und Grossinquisitor in "Don Carlo" sang. In Mannheim wurde Tomasz Konieczny 2004 der Arnold-Petersen-Preis verliehen, eine besondere Auszeichnung für talentierte Nachwuchskünstler.
2005 sang er an der Deutschen Oper am Rhein Osmin in "Die Entführung aus dem Serail" und 2006 den Wotan in "Das Rheingold". Er gehört seit 2006 zum Ensemble an diesem Haus, wo er sich wichtige Fach-Partien erarbeiten konnte, u.a. Golaud in "Pelleas et Mélisande", Amfortas in "Parsifal", Kurwenal in "Tristan und Isolde", Holländer in "Der fliegende Holländer", Barak in "Die Frau ohne Schatten", Balstrode in "Peter Grimes", Selim in "Il Turco in Italia" und Falstaff.
Bei den Budapester Wagner Tagen ist Tomasz Konieczny seit 2006 regelmässig zu Gast. Er sang dort Amfortas und sowohl 2007 wie 2009 den Wotan in "Die Walküre", den Wanderer 2010 und Kurwenal 2010 und 2011. An der Semperoper Dresden gab er ein gefeiertes Debüt als Alberich in "Das Rheingold" und "Siegfried" und am Teatro Real Madrid gastierte er als Dr. Kolenatý in "Die Sache Makropulos". Im April 2010 debütierte er fulminant als Alberich in "Ring des Nibelungen" an der Deutschen Oper Berlin.
Darüber hinaus ist Tomasz Konieczny auch im Konzertfach ein überaus erfolgreicher Interpret. Sein Repertoire umfasst dabei u.a. Bachs Matthäus-Passion, das Weihnachts-Oratorium, Händels Messias und Elias, das Requiem von Mozart, Verdi und Dvorak, Beethovens 9. Symphonie, Dvoraks Stabat Mater, Pendereckis Kosmogonia, Lukaspassion, Seven Gates of Jerusalem und die Messa da Requiem von Maciejewski.
